27 Januar 2015

Anleitung - Geisha Lesezeichen

Jeder kennt sie und viele brauchen sie, um sich nicht stets die aktuelle Seitenzahl in einem Buch merken zu müssen: Lesezeichen.
Mit dieser kleinen Anleitung möchte ich einen Weg zeigen sich ein persönliches Geisha Lesezeichen anzufertigen. Die Idee habe ich vor einigen Jahren im Internet aufgeschnappt (ich kam bisher leider nie dazu diesen Beitrag zu schreiben), kann aber leider den originalen Beitrag nicht mehr finden, um ihn hier zu verlinken. Die Idee stammt nicht von mir und es gibt mittlerweile zahlreiche Varianten, um eine Geisha aus Papier zu falten. Eine besonders simple Variante soll hier vorgestellt werden.

Materialien: Für ein Lesezeichen benötigst du gemustertes Origamipapier, Tonzeichenpapier oder Scrapbooking Papier in den Maßen 15x15 cm, Tonzeichenkarton in verschiedenen Farben und möglichst einem Hautton, Krepppapier in gewünschter Farbe (ich benutze Gold), Schere, Lineal, Zirkel, Bleistift, Filzstifte, Buntstifte oder Fineliner und Klebstoff.


Ich beginne mit dem Kopf, aber wenn du die Kopfgröße besser abschätzen möchtest, weil du vielleicht auch eine andere Papiergröße verwendest, dann beginne bei Schritt 4!
1. Mit dem Zirkel zeichne ich einen Kreis von 3-4 cm Durchmesser und verlängere ihn nach unten um ein Rechteck für den Hals. Am besten setzt du den Hals mittig an, es sei denn die Geisha soll den kopf etwas zur Seite neigen. Schneide den Kopf jetzt aus.

2. Der Kopf dient als Vorlage für die Frisur. Hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe verschiedene Frisuren ausprobiert, die ich in der Bildersuche der Suchmaschine meines Vertrauens gefunden habe. Es wird ein Teil für den Hinterkopf benötigt und ein Pony. Beide Teile sollten mindestens dem Durchmesser des Kopfes entsprechen. Für mehr Volumen füge einfach 1 cm zum Durchmesser hinzu.


3. Wenn du dich für eine Frisur entschieden hast, dann schneide alle Teile aus und klebe sie wie ein Sandwich zusammen. Das Kopfteil wird auf den hinteren Teil der Frisur geklebt und der Pony auf den Kopfteil. Die Frisur kannst du nach Belieben noch dekorieren. Der Kopf ist fertig. Du kannst der Geisha mit Stiften noch ein Gesicht geben, wenn du möchtest, ich belasse es jedoch dabei ihr keines zu geben.
Kokeshi Puppen geben übrigens eine sehr gute Vorlage für diese Lesezeichen ab. Wenn du noch Inspiration benötigst, dann such doch einfach mal nach diesen entzückenden Püppchen.
4. Zuerst wird das rechteckige Stück Papier diagonal gefaltet. Die Außenseite wird später als Kimono sichtbar sein. Ein 1 cm schmales Stück Krepp wird nun maximal bis zur Hälfte an die Falz geklebt. Der Kreppstreifen sollte mindestens 2 cm länger sein als die Falz und bildet später den Kragen. Die Überlänge ist am Saum sichtbar. Wenn du das nicht möchtest, passe die Länge einfach an.

Die Breite des Kreppstreifens kann auch variieren, aber mir persönlich gefällt ein schmaler Streifen besser. Wenn du alles richtig gemacht hast, dann sollte nun noch mindestens die Hälfte des Kreppstreifens abstehen. Falte ihn zur anderen Seite der Falz herum und klebe ihn dort ebenfalls fest. Der Streifen sollte nun auf beiden Außenseiten des zukünftigen Kimono befestigt sein.
5. Der Kopf wird nun in der Mitte der Falz positioniert und dann festgeklebt. Such die schönere Seite des Kimonopapiers aus und probiere vorher ein bisschen herum, bevor du zum Klebstoff greifst. Versuche möglichst genau zu arbeiten, damit das Ergebnis gleichmäßig und ordentlich aussieht.
6. Zeit um den Kimono zu binden. Wer es ganz korrekt machen möchte, faltet zuerst die rechte Seite und darüber die linke. Das wusste ich zum damaligen Zeitpunkt nicht, aber ich denke als Laie sieht man es im Endergebnis auch kaum, welche Seite des Kragens obenauf liegt. Das Falten geht nach Augenmaß und ich kann keine Winkel- oder Zentimeterangaben machen. Versuche am Besten dich am Foto zu orientieren.


7. Wiederhole nun den Vorgang auf der gegenüberliegenden Seite und klebe die überlappende Seite auf der darunter liegenden fest. Klebe NICHT die unterste gefaltete Hälfte am Körper fest. Später wird noch der Tonzeichenkarton darunter geschoben, was nach dem Kleben eventuell nicht mehr möglich wäre. Es wird nur einmal geklebt und das ist die soeben gefaltete Papierhälfte auf die zuvor gefaltete.
8. Jetzt sind die Ärmel, bzw. Arme der Geisha dran. Gefaltet wird am Rand des Kreppsteifens zur Mitte, sodass ihr eine gerade senkrechte Linie bekommt. Die Spitze des Ärmels kann an der gegenüberliegenden Seite mit einem kleinen Punkt Klebstoff angeklebt werden. Nicht den kompletten Ärmel ankleben, auch hier soll noch etwas von oben eingeschoben werden! Wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite und klebe auch diese mit ein wenig Kleber fest.
9. Danach kannst du dir eine Farbe für den Unterkimono aussuchen und zwei Teile zurechtschneiden. Ein Quadrat für die obere Hälfte und einen Fuß für die untere. Das Quadrat sollte mindestens so hoch sein, wie der V-Ausschnitt zwischen den Ärmeln und der Schulter. Die Breite hängt von der vorhandenen Öffnung ab. Beginne lieber mit einem zu breiten Stck und schneide es langsam schmaler. Der Fuß sollte mindestens 1cm länger als die unterste Spitze des Kimono sein. Ob rund oder eckig oder eine ganz andere Form, kannst du dir selbst aussuchen. Wenn alles passt, kannst du die Teile an ihren Bestimmungsort kleben.



2 Kommentare:

  1. Aww, das ist so hübsch! Das möchte ich gern mal nachbasteln. :3

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    1. Wenn du es tust, würde ich gerne das Ergebnis sehen! :D

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